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Jede Beziehung zwischen einem Tier und einem Menschen ist eine einzigartige Brücke, gebaut, um nur diese beiden zu tragen. Deshalb muss sie auch von ihnen selbst erschaffen werden. (Suzanne Clothier)

 

Kommunikation Mensch - Hund

Wir Menschen kommunizieren in unserer Welt vorwiegend über die Wortsprache. Oftmals unterstützen wir das Gesagte mit Bewegungen unserer Armen und Hände und mit der Mimik unseres Gesichtes.

Im Gegensatz zu uns Menschen kommunizieren die Hunde ununterbrochen mit ihrem Körper. Das Repertoir an feinen Signalen, welche ihnen zur Kommunikation dienen, ist sehr gross. Oft ist es sehr schwierig, die feinen Siganle zu erkennen. Nur wenn wir Menschen unsere Hunde genau beobachten und dabei die feinen Unterschiede des hündischen Kommunikationssystems kennen lernen, können wir mit ihnen auch kommunizieren.

Wir müssen also ihre Sprache lernen und auch anwenden. Das heisst für uns, wir müssen uns eine Körpersprache aneignen, welche der Hund auch versteht.

 

Kommunikation / Markersignal oder Markerwort

Wie bereits oben beschrieben, ist es schwierig für den Hund zu verstehen, was wir von ihm wollen. Beide Partner, Hund und Mensch, müssen eine Fremdsprache lernen, wenn sie miteinander kommunizieren wollen. Dies sollte man sich immer wieder bewusst machen, bevor Ärger über falsche Reaktionen aufkommt.

Wir brauchen für den Hund und für uns ein Signal. Ein Signal, das dem Hund eindeutig zeigt: GUT GEMACHT! So wie wir mit farbig leuchtenden Stiften in Texten wichtige Stellen hervorheben, so müssen wir Hundeverhalten, das wir gut finden, ebenfalls hervorheben. Wir brauchen für unseren Hund einen Marker. Hunde sind ständig am lernen. Nur woher soll der Hund wissen, was uns gefällt? Bis wir unser "so ein feiner Hund , brav gemacht" gesagt haben, umständlich ein Gudi oder Spielzeug hervorgekramt haben tut der Hund längst etwas anderes. Unser Lob kann er dann nicht mehr eindeudig zuordnen. Dies behindert das Lernen sehr stark. Ein kurzes, prägnantes, eindeutiges Signal hilft dem Hund zu verstehen, welches Verhalten sich für ihn lohnt.

Eine entscheidende Bedeutung beim zeitgenauen Belohnen kommt dem Markersignal (Clicker) oder dem Markerwort (z.B. Tac, Tic usw.) zu. Damit "markieren" wir ein bestimmtes Verhalten mit dem Clicker/Markerwort. Daraufhin erhält der Hund jedesmal eine Belohnung. So lernt er schnell, dass auf dieses spezielle Geräusch/Wort für ihn etwas Gutes folgt. Weil wir den Click oder das Markerwort vor die Belohnung setzen, haben wir genügend Zeit, während 2-3 Sekunden, unser Gudi aus der Tasche zu kramen oder den Kong zu werfen etc.... Weil es sich für den Hund gelohnt hat, das zu tun, was wir wollten, wird er künftig dieses Verhalten immer häufiger und lieber zeigen.

Mit dem Marker lernt der Hund schnell und wir werden für ihn wichtig. Er wird aufmerksamer und lässt sich von der für ihn so interessanten Umwelt weniger rasch ablenken. Bei der Arbeit mit einem Markersignal lernen Sie den Hund besser zu beobachten und seine Körpersprache zu lesen und zu verstehen.